Partnerschaft in Zeiten von Corona

Aus Partnerschaft wird ein Team.

Nein, eine glückliche Beziehung fällt nicht vom Himmel.

Sie ist der Wunsch danach – das Ziel glücklich zusammenzuleben. Sich mitzuteilen, was in einem vorgeht.

Mitteilung, Mitteilung, Mitteilung.

 

 

 

Wie geht es mir heute, nach knapp 7 Wochen „Corona“.

Gestern habe ich einen Artikel gelesen, dass der Regelkitabetrieb erst mit einer Impfung wieder angestrebt wird in NRW. Was macht das mit mir? Ziemlichen Frust auf der einen Seite und der Wunsch nach neuen Strategien auf der anderen Seite.

Ich brauche meine Glauben und meine Hoffnung, dass ich mit meinen Kindern zu Hause arbeiten kann und dass ich es schaffe meine Beziehung zu meinem Mann aus einem TEAM wieder in eine Partnerschaft zu verwandeln, wir brauchen unsere Partnerschaft und wir brauchen es Zeit für uns alleine zu haben. Wir möchten Sex und dieser fällt gerade am meisten hinten runter. Für uns ist er im Miteinander wichtig und weil er uns wichtig ist und gemeinsame Zeit nicht vom Himmel fällt, sind wir gefordert uns Freiräume unter den gegebenen Umständen zu schaffen. Heute morgen haben wir erst einmal angefangen darüber zu reden: “ Wo unsere ist unsere Sexualität hin verschwunden in den letzten Wochen?“ (Wir hatten das letzte Mal Sex vor 8 Tagen, für uns schon ein längerer Zeitraum, vielleicht auch, weil wir sensibel füreinander sind) und für unsere eigenen Belange und was uns daran hindert diese zu leben.

Sex als auch Partnerschaft braucht ganz dringend ungestörte Zeit. Ein Hauptfaktor für gute Zweisamkeit.

Ungestörte Zeit, und das auch im Kopf. Raum sich für einander zu interessieren, sich mitzuteilen und dann daraus auch eine konkrete Verabredung treffen.

Ja, wir haben auch 2 Kinder im Alter von 5 und 8 Jahren. Ich schreibe diesen Artikel aus meiner ganz persönlichen Sicht, es ist mein Universum und meine Umstände. Ich bin seit 11 Jahren mit meinem Mann zusammen und ich habe vor, auch nach Corona noch mit ihm verheiratet zu bleiben. Dafür muss ich jetzt anfangen was zu unternehmen, wir haben uns nach zwei kleinen Kindern schon mal „verloren“ und wir haben uns als Paar wiedergefunden, mit ganz vielen Gesprächen, Verständnis füreinander und einem gemeinsamen Ziel – WIR – möchten zusammen bleiben.

Diese Gespräche sind für mich elementar. Derzeit betrachten wir die Frage – wohin ist meine/ unsere Sexlust entschwunden? Was macht die Situation mit mir als Frau, Mutter und Partnerin?

Wir erleben uns als Team und wir „funktionieren“. Unser Leben ist jetzt und wir haben nur jetzt um auf uns aufzupassen. Also bekomme ich meinen süßen Hintern hoch, habe mich heute mal wieder enthaart im Intimbereich und verabrede mich mit meinem Mann. Wir brauchen jetzt mehr denn je feste Verabredungen und denn Willen – es gemeinsam als PAAR zu schaffen. Ich möchte mit ihm verheiratet bleiben und dafür werde ich abends länger wach bleiben.  Ich möchte meinem Mann wieder begegnen.

Ein Yin und ein Yang müssen einander ständig beistehen. Solcherart wird der Mann sich gefestigt und stark fühlen. Die Frau wiederum wird bereit sein, ihn in sich zu empfangen. So werden die beiden vereint sein, und ihre Säfte werden sie wechselseitig nähren ... "
Jolan Chang, Das Tao der Liebe, 19. Auflage September 2017, Seite 38

Im Tao der Liebe steht es so schön geschrieben.

Für eine tragende Beziehung braucht es auch eine befriedigende sexuelle Begegnung mit ungestörter Zeit.

Findet sie in eurem Alltag und nutzt diese Momente. Der Moment ist jetzt, sich zu verabreden, sich zu rasieren, schön anziehen, ein prickelndes Gespräch, eine Liebesbotschaft, ein – Dankeschön – das du da bist und wir das gemeinsam meistern. Ein – ich pass auf uns auf.

Ein – ICH LIEBE DICH – aus ganzem Herzen.

 

 

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