Was Liebe ist … Ein Zustand der vollkommenen Annahme meiner Selbst

Liebe ist ein Zustand der totalen Zufriedenheit und des Eins-SEIN mit allem.

Es gibt kein Gegenteil von Liebe. Liebe ist ausnahmslos und bedingungslos.

Jeder sucht nach Ihr und kaum einer scheint sie wirklich zu finden.

Selbst Ajahn Brahm schreibt in seinem Buch: Die Kuh die weinte – „Die wahre Liebe ist selten zu finden.“

Chuck Spezzano schreibt in seinem Buchtitel: „Wenn es verletzt, ist es keine Liebe.“ Es ist scheinbar einfacher zu definieren, was Liebe NICHT ist.

Liebe IST einfach. Sie urteilt nicht, sie klagt nicht, sie fordert nicht.  Sie IST im Sinne von SEIN.

Oder wie Erich Fried es so schön auf den Punkt bringt.

 

Was es ist

Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist Unglück
sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist lächerlich
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
Es ist was es ist
sagt die Liebe
Gedicht von Erich Fried

Das kann nur im gegenwärtigen Moment passieren, wo sämtliche Gedanken still sind. Wo wir keine Pläne machen, wo wir nicht im gestern sind oder im morgen und mit dem Blickwinkel – Ich bin vollkommen.

Was heißt vollkommen? VOLLKOMMENHEIT. Stellt sich jeder einen Kreis vor oder schaut in den Spiegel und schaut sich sein Auge an und erkennt, es ist ein Kreis / Mandala. Es ist vollkommen, keiner käme auf die Idee, diesem wundervollen Gebilde etwas hinzuzufügen oder wegzunehmen. Ein Kreis ist ein vollkommenes Gebilde.

Ich bin Vollkommen und wunderbar. Kaum einer wird diesen Satz zu sich aus vollem Herzen sagen können! Warum eigentlich nicht – weil unser Ego sofort reinfunkt und erzählt:

Alltägliche Gedanken vom Ego
  • du bist zu dick
  • schau dich doch mal an
  • wie sehen deine Haare denn aus?
  • deine Cellulite
  • dein Gewicht
  • deine nichtvorhandenen Muskeln
  • du bist zu dumm
  • das kannst du nicht
  • der ist blöd
  • der liebt mich nicht
  • der geht mir auf den Sack
  •  …
Sexuelle Gedanken vom Ego
  • ich schäme mich für eine meine Phantasien
  • das kann ich doch keinem erzählen
  • ich werde dafür ausgelacht
  • ich möchte meiner Partnerin beim Sex mit anderen zusehen
  • ist meine Vagina schön?
  • ist mein Penis schön?
  • mein Penis ist zu klei
  • ich bin schlecht im Bett
  • ich bringe es nicht
  • ich werde nicht feucht
  • ich will nicht mit dir Sex haben

Ich stand vor einem guten Jahr mit meiner besten Freundin vorm Spiegel und wir haben uns gemeinsam für den Fasching angezogen und sie war am nörgeln, was alles nicht schön ist an ihrem Körper. Sie IST für mich bildhübsch.

Das Ego nimmt sich mit Vorliebe unseren Körper und definiert sich darüber. Dieser ist NUR die Form. Wir sind weitaus mehr als unser Körper. Viel zu oft bleiben wir an der Form hängen und fangen an zu urteilen. Wer urteilt? Unser Ego – welches ein Teil unseres Geistes ist und das ausnahmslos für die Trennung ist, für die Angst, Anklagen, Vorwürfe und Minderwertigkeit steht.

Das Ego macht alles, um uns möglichst weit, weit weg von der Liebe – dem Zustand der Vollkommenheit und des SEINS  – fern zu halten – weil es dann keine Daseinsberechtigung mehr hat. Dieses muss und wird es mit allen Mitteln verhindern und es ist wahnsinnig subtil und hat unzählig viele Gewänder.

Es ist wahnsinnig raffiniert, es ist vor allem wahnsinnig. Wie verrückt sind die Gedanken, die uns suggerieren, ich brauche Liebe – wenn ich diese doch BIN in meinem wahren Sein.

Gerade in der Paarbeziehung fordern wir von unserem Partner „Liebe“ ein. Was in Wahrheit Bedürfnisse sind und keine Liebe. Liebe ist ein Zustand. Dieser kann nicht „gemacht“ werden. Entweder liebe ich mich selbst oder eben nicht. Entweder akzeptiere ich mich selbst oder eben nicht. Entweder nehme ich mich an oder eben nicht. Dieses kann ich nur IN MIR SELBST mir finden. Bin ich liebenswert? Akzeptiere ich mich selbst so wie ich wirklich bin? (Nicht das Selbstbild was ich von mir habe.) Kann ich mich selbst so annehmen, wie ich mir wünsche, das mein Partner mich annimmt?

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